Die Vogelstube

 

Eine eigene Vogelstube einrichten

 

In einem Vogelzimmer kann man den Vögeln ein naturnahes Heim bieten. Ein Zimmer hat meist sicher 8qm und ein Fenster. Dies ist schon einmal ein guter Einstieg. Ungeeignete Räume sind Badezimmer oder die Küche.

Was muss also noch alles bedacht und eingerichtet werden:

 

Heizkörper abdecken. Die Heizung muss unbedingt abgedeckt werden, damit sich die Vögel daran nicht verbrennen können. Hier wurde ein breites Brett darüber montiert und die Front mit einer Bambusmatte verkleidet.

 

Fenster vergittern. Eine gute Variante ist, wenn ein vergitterter Holzrahmen aussen an die Fenster montiert wird. So kann regelmässig für frische Luft gesorgt werden und die Reinigung der Scheiben ist auch problemlos. Die Scheiben innen können Anfangs mit Matten oder Rollos halb abgedeckt werden, bis sich die Vögel an das Glas gewöhnt haben und nicht hinein fliegen. Auch Sitzäste in einiger Glasentfernung können helfen.

 

Zimmertür. Damit die Zimmertür nicht den Einblick ins Zimmer nimmt, kann diese durch eine Gittertüre ersetzt werden. Hierfür baut man einen Holzrahmen, vergittert diesen und mit Scharnieren wird er am Türrahmen angemacht. Falls Katzen im gleichen Haushalt wohnen, ist eine Doppelvergitterung ev. von Vorteil.

 

Zimmerboden schützen. Damit der Boden keinen Schaden nimmt, empfehle ich, den Boden abzudecken. Mit Teichfolie schützt man den vorhanden Boden auch gegen Wasser- und Kotflecken, die nach einiger Zeit schaden anrichten könnten. Darüber kann man Einstreu verwenden oder nicht.

 

Kabel, Lampen etc. Wenn sich Kabel im Zimmer befinden, sollten diese nur in beissfesten Kabel- oder Holzleisten verlegt werden. Bei Lampen dürfen die Vögel keinen Zugang zu den Glühbirnen haben. Starke Verbrennen oder ein elektrischer Schlag wären die Folgen. Es ist auch darauf zu achten, dass Vogel freundliche Lichtquellen angeboten werden. (Genügend Fenster oder spezielle Bird-Lamps).

 

Aeste, Sitzbäume, Stangen. Die Sitzbäume und Stangen sollten im Wald oder Garten gesammelt werden Es muss darauf geachtet, dass sie keine Pilze etc. aufweisen und nicht von giftigen Bäumen oder Sträuchern stammen. Zur Sicherheit können sie auch mit heissem Wasser gereinigt werden. Regelmässig sollten sie erneuert werden.

Als Pflanzen können künstliche oder echte Pflanzen verwendet werden. Künstliche Pflanzen würde ich aber nur bei Vögeln verwenden, die nicht nagen. Sittiche nagen sehr gerne als Beschäftigung. Bei künstlichen Pflanzen könnten sie sich verletzen oder Kunststoffteile verschlucken. Echte Pflanzen dürfen nicht giftig sein und man muss wissen, dass diese meist nicht lange überleben, da sie gefressen werden. 

Bei uns haben in diesem Vogelzimmer Nymphensittiche und Rosellasittiche gewohnt.

 

Vorteile:

  • Viel Platz
  • Ständiger Freiflug
  • Naher Kontakt zu den Tieren
  • Kann gut belüftet werden, wenn ein Fenster vergittert wird, kann es bei warmen Temperaturen geöffnet bleiben. Mit einer Sitzstelle am Fenster  - fast wie Aussenhaltung.
  • Gute Temperaturen im Sommer und Winter.
  • Der Staub und Dreck bleibt eher im Zimmer (gegenüber einer Zimmervoliere.)
  • Das Reinigen ist einfacher als bei Aussenhaltung. Heisses Wasser, Material ist schnell zugänglich.

Nachteile:

  • Man muss ev. die Zimmertür gegen ein Gitter austauschen. Sonst sieht man die Vögel nicht von aussen.
  • Einige bauliche Veränderungen am Raum sind notwendig.
  • Staub setzt sich in alle Ritzen.
  • Bestehendes Holz (zB . Fensterrahmen) werden gerne angenagt.
  • Kot auch an den Wänden, da diese nicht abgedeckt werden können.
  • Einstreu Abfälle müssen über grössere Distanzen durch die Wohnung getragen werden.
  • Der Materialverbrauch ist grösser  als in einer Zimmervoliere.
  • Eine gute Luftfeuchtigkeit muss gewährleistet werden.

Vogelstube im Zwitscher-Huus
Vogelstube

Hat man ein Zimmer übrig, kann dies auch als Vogelstube umgebaut werden.

Diese Vogelstube hat die Grösse:

L 400 x B 380 x H 220 cm